14.10.2016

 

A bis H

 

A  wie ANGEBOT

 

Manchmal sagen Leute: Es soll nicht zu viel Einfache Sprache geben. Durch zu viel Vereinfachung macht man die schöne deutsche Sprache kaputt.

 

Andere sind sehr froh, dass es Einfache Sprache gibt. Weil sie solche Texte besser verstehen oder hilfreich finden. Oder weil ihnen die Klarheit gefällt.

 

Dazu möchte ich sagen:

Einfache Texte sollen schwierige Texte nicht ersetzen und nicht verdrängen. Es soll nicht nur Einfache Sprache geben.

 

Aber es soll Einfache Sprache als Angebot geben. Als Zusatz-Angebot. Als Möglichkeit.

Die Leser sollen wählen können: Sie sollen ein Sprach-Angebot bekommen, das zu ihnen und zu ihren Wünschen passt.

 

 

B wie BILDER

 

Bilder können Interesse wecken. Sie können auch beim Verstehen helfen.

Wichtig ist, dass sie zum Text passen. Und dass die Bilder eindeutig und klar sind.

 

Dann hat der Leser mehr als nur Worte und Sätze. Bilder geben ihm zusätzliche Information.

Text und Bild zusammen machen dem Leser das Thema noch deutlicher.

 

 

C wie CHANCE

 

Chance ist ein anderes Wort für Möglichkeit oder Gelegenheit.

Durch Einfache Sprache haben mehr Menschen mehr Chancen.

 

Zum Beispiel können sie

–         einen spannenden Roman lesen

–         erfahren, was es Neues gibt

–         sich eine eigene Meinung bilden

–         selbstständig/ohne Hilfe etwas erledigen

–         mehr über interessante Dinge lernen

 

 

D wie DEUTLICH

 

Einfache Sprache hat die Aufgabe, ein Thema ganz deutlich zu machen.

Die Botschaft soll direkt beim Leser ankommen.

Er soll ohne Anstrengung  verstehen:

Darum geht es in diesem Text. Das ist gemeint. Das ist wichtig.

 

 

E wie EMPFÄNGER

 

Die Empfänger von Texten sind die Leser.

Wer Texte schreibt, soll immer auch an seine Leser denken.

Wenn der Autor seine Leser kennt, kann er besser für sie schreiben.

 

Was wissen die Leser schon über das Thema? Was wissen sie nicht? Was wollen sie wissen?

Wie gut können sich die Leser konzentrieren? Ist es sinnvoll, nur kurze Sätze zu schreiben? Oder kommen die Leser auch mit längeren Sätzen gut zurecht?

 

Ein Autor kann sich diese Informationen nicht immer holen. Er kann nicht immer vorher wissen, wer seine Texte später liest.

Aber wenn der Autor solche Informationen bekommen kann, soll er sie nutzen.

 

Damit die Empfänger und die Texte gut zusammenpassen.

Damit die Empfänger viel von den Texten haben.

 

 

F wie FREMDWÖRTER

 

In der Einfachen Sprache lässt man schwierige und seltene Fremdwörter weg. Wenn das nicht geht, erklärt man die Fremdwörter.

 

Es gibt auch einfache Fremdwörter. Jeder kennt sie. „Auto“ ist so ein Wort.  Viele wissen nicht, dass dieses Wort ein Fremdwort ist. „Auto“ kommt aus der griechischen Sprache.

Aber jeder kennt und verwendet dieses Wort. Darum muss man es nicht erklären.

 

 

G wie GESTALTEN

 

Wenn man Sätze schreibt, muss man sie auch in eine Ordnung bringen. Eine geschriebene Seite braucht eine äußere Form. Man muss sie gestalten.

 

Eine Seite in Einfacher Sprache ist ein bisschen anders gestaltet als andere Texte.

Man achtet auf eine übersichtliche Form. Sie macht das Lesen leichter.

Darum sind die Buchstaben groß.

Man verwendet eine klare Schriftart. Denn Buchstaben mit Verzierungen kann man schlechter lesen.

 

Es gibt viele leere Stellen auf jeder Seite:

Weil man oft eine neue Zeile beginnt und viele Absätze macht.

Bei längeren Texten sind Zwischen-Überschriften hilfreich.

Auf solche Dinge achten Autoren von Einfacher Sprache.

 

 

H wie HILFSMITTEL (für Autoren)

 

Wenn ich eigene Texte in Einfacher Sprache schreibe, brauche ich

–         Ideen

–         einen Computer und/oder Stift und Papier

Manchmal reicht das.

 

Manchmal hole ich mir noch woanders Hilfe:

 

–         Vom Duden: Das ist ein Wörterbuch für die deutsche Sprache. Hier kann ich nachschauen, was ein Wort bedeutet. Oder wie man es schreibt.

 

–         Von Hurraki: Das ist ein Wörterbuch für Leichte Sprache. Es erklärt schwierige Wörter auf einfache Weise.

 

–         Von Woxikon:  Das ist ein Wörterbuch im Internet. Hier findet man mehrere Wörter, die das Gleiche bedeuten. Oder mehrere Wörter mit einer ähnlichen Bedeutung.

Zum Beispiel: Ich suche ein anderes Wort für  „kalt“. Im Woxikon finde ich kühl, eisig, frostig, frisch und noch mehr Wörter.

 

 

Hast du Fragen oder Anmerkungen dazu? Möchtest du etwas ergänzen?

 

Teil 2 findest du hier.

Teil 3 findest du hier.