24.10.2016

 

I – P

 

I wie INFORMATION

 

Durch Informations-Texte lernen wir etwas. Wir bekommen Erklärungen und neues Wissen.

 

Beispiele dafür sind Texte

über Politik, Gesetze, Wahlen.

Über Versicherungen und Steuern.

Über Anträge und Vorschriften.

Über Medikamente und Therapien.

 

Sie erklären, wie man zusammen leben und arbeiten kann.

Sie zeigen, was man beachten muss und wie etwas abläuft.

Sie sagen, was erlaubt und was verboten ist.

 

Solche Informationen soll jeder bekommen und verstehen.

Dabei hilft Einfache Sprache.

 

 

J wie JOURNALIST

 

Man sagt „Schurnalist“ oder „Schornalist“.

Journalisten geben Informationen weiter. Sie können auch ihre Meinung zu den Informationen sagen.

 

Journalisten arbeiten für Radio und Fernsehen. Oder sie schreiben für Zeitungen und für das Internet.

 

Manche Journalisten schreiben auch über Einfache Sprache:

 

Bericht über Einfache Sprache

In so einem Artikel erklärt der Journalist, was Einfache Sprache ist. Warum es sie gibt. Welche Texte man in Einfacher Sprache lesen kann.

Der Journalist stellt die Einfache Sprache vor. Er macht sie bekannt. Es geht nicht um seine eigene Meinung.

 

Lob oder Kritik zur Einfachen Sprache

In so einem Artikel schreibt der Journalist seine eigene Meinung.

Er erklärt, was er an der Einfachen Sprache gut findet.

Oder was ihm an der Einfachen Sprache nicht gefällt.

 

Zu solchen Artikeln gibt es manchmal Diskussionen mit den Lesern:

Die Leser überlegen, ob sie mit der Meinung von dem Journalisten einverstanden sind oder nicht. Dann schreiben sie ihm, was sie selber denken.

 

An eine Zeitung kann man Leserbriefe schreiben.

Zu einigen Artikeln im Internet kann man Kommentare schreiben. Dafür gibt es ein Kommentar-Feld unter dem Artikel. Dort kann man auch lesen, was andere Personen dazu schreiben.

 

 

K wie KOMMUNIKATION

 

Zur Kommunikation gehören zwei oder mehr Personen. Sie sind im Kontakt miteinander. Was tun sie?

 

Reden, hören, schreiben, lesen, fragen, antworten, sich austauschen, sich unterhalten, sich streiten, Wissen weitergeben, Meinung sagen – alles das und noch mehr gehört dazu.

 

Für Kommunikation ist es wichtig, dass ich mich verständlich machen kann. Und dass ich verstehe, was der andere mir mitteilen will.

Manchmal klappt das besser mit Einfacher Sprache.

 

(Und ich selbst freue mich über Kommunikation mit meinen Lesern:

Wenn Leser auf meine Texte antworten. Wenn sie Kommentare schreiben, Fragen stellen, von ihren Erfahrungen berichten.)

 

 

L wie LEICHTE SPRACHE und LEICHT LESEN

 

Leichte Sprache und Leicht Lesen sind wie Geschwister der Einfachen Sprache.

Sie sind sich ähnlich und sind auch verschieden.

 

Diese Gemeinsamkeiten sehe ich:

 

Alle 3 Sprach-Formen wollen

–         zum Lesen einladen

–         das Verstehen erleichtern

–         das Dabeisein, Mitreden, Mitbestimmen und Selbst-Bestimmen möglich machen

 

Unterschiede sehe ich zum Beispiel

in der Entstehungs-Geschichte, in der Arbeitsweise und in den Richtlinen (Regeln).

 

Wer Genaueres wissen will, kann hier weiterlesen:

Über Leichte Sprache beim Netzwerk Leichte Sprache,

über Leicht Lesen beim capito Netzwerk (nicht in Einfacher Sprache),

über Einfache Sprache auf der Webseite Multisprech und auf dieser Webseite (Wort-Marie).

 

 

M wie MUTTERSPRACHE

 

Einfache Sprache kann hilfreich sein, wenn man eine andere Muttersprache als Deutsch hat.

Zumindest am Anfang. Wenn man neu im Land ist. Wenn man Deutsch erst lernt.

Dann kennt man noch nicht so viele Wörter.

Dann versteht man lange und schwierige Sätze schlecht.

Einfache Texte versteht man besser.

 

Aber auch Menschen mit deutscher Muttersprache können Schwierigkeiten beim Lesen von deutschen Texten haben.

 

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Zum Beispiel:

Manche Menschen haben eine Leseschwäche. Das Lesen-Lernen fällt ihnen viel schwerer als anderen. Eltern und Lehrer merken das vielleicht sehr spät oder gar nicht.

 

Ein anderes Beispiel:

Jemand ist oft umgezogen. Dadurch hat er häufig die Schule gewechselt. Er hatte immer wieder neue Lehrer. Vielleicht hat er einen Teil vom Lernstoff versäumt. Das hat das Lernen schwer gemacht.

 

Man sieht also:

Einfache Sprache kann nützlich sein für Menschen mit deutscher Muttersprache und für Menschen mit anderer Muttersprache.

 

 

N wie NACHRICHTEN

 

Nachrichten gehören zu den Informations-Texten (mehr dazu beim Buchstaben I).

 

Nachrichten in Einfacher Sprache gibt es im Internet und im Video-Text (Tele-Text).

 

Ich finde: Das ist auch gut für Menschen, die sonst nicht Einfache Sprache lesen.

 

Nachrichten wollen viel Inhalt auf wenig Platz unterbringen.

In jedem Satz stecken mehrere Informationen. Beim Lesen oder beim Hören muss man sich sehr konzentrieren.

 

Einfache Sprache teilt die Informationen auf.

Eins nach dem anderen, nicht zu viel auf einmal, Wesentliches betonen, Nebensächliches kurz fassen oder weglassen.

 

So bekomme ich einen Überblick.

Für das erste Lesen oder Hören finde ich das sehr hilfreich.

 

Wenn ich dabei merke: Ein Thema interessiert mich genauer. Darüber will ich mehr wissen:

Dann kann ich mir diese Informationen nachher noch holen.

 

 

O wie ONLINE

 

Online spricht man „onlain“. Das Wort kommt aus dem Englischen. Es bedeutet: Über einen Computer mit dem Internet verbunden sein.

 

Wenn man online ist, kann man Texte im Internet lesen.

Das machen viele Menschen gern.

 

Online findet man auch zahlreiche Angebote in Einfacher Sprache.

 

Einige davon habe ich auf diesen Seiten aufgezählt:

Mehr lesen über Einfache Sprache

und

Mehr lesen in Einfacher Sprache

 

 

P wie PRAXIS

 

Praxis ist:

Wenn man etwas ausprobiert und tut. Wenn man etwas wirklich macht.

Wenn man nicht nur darüber redet. Und nicht nur darüber nachdenkt.

 

Praxis in der Einfachen Sprache ist also:

In Einfacher Sprache schreiben. Schauen, ob man Leser findet. Schauen, ob die Leser Einfache Sprache hilfreich oder schön finden.

 

Wenn das so ist, schreibt man weiter in Einfacher Sprache.

Wenn die Leser Einfache Sprache mögen und schätzen, zeigt das:

Man braucht Einfache Sprache. Diese Sprach-Form ist eine gute Sache.

 

Das ist Erfahrung im Tun, Erfahrung in der Praxis. Sie ist wichtig.

 

Gleichzeitig ist noch etwas wichtig: Theorie.

(mehr dazu beim Buchstaben T in Teil 3)

 

 

 

Stimmst du mir in allen Punkten zu?

Oder hast du eine andere Erfahrung oder eine andere Meinung?

 

 

Teil 1 (A-H) findest du hier.

Teil 3 (Q-Z) findest du hier.