Rezension

22.08.2016

 

[Ein Hinweis: Ein unterstrichenes Wort mit Sternchen * bedeutet: Am Ende vom Text steht zu diesem Wort eine genauere Erklärung.]

 

Immer wieder hört und liest man von Flüchtlingen.

Immer wieder gibt es viele Fragen und Gespräche.

 

Warum kommen so viele Menschen zu uns?

Soll jedes Land Flüchtlinge aufnehmen?

Soll man sie auf mehrere Länder verteilen? Nach welchen Regeln kann man das machen?

Soll man nicht lieber helfen, dass in ihrem Land wieder Frieden ist? Damit sie dort bleiben oder dorthin zurückkehren können?

Was bedeutet es, wenn Flüchtlinge bei uns „Asyl bekommen“?

 

Heft „Flucht und Asyl“

 

Im Heft „Flucht und Asyl“ kann man einiges darüber lesen. Das Heft ist in einfacher Sprache geschrieben. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ und eine Arbeitsgruppe von der Universität in Hannover haben das Heft gemeinsam gemacht.

Das Heft enthält viele Informationen. Trotzdem ist es leicht zu lesen: Die Schrift ist groß und die Abschnitte im Text sind kurz. Bilder machen vieles deutlicher.

 

Besonders interessant finde ich die Erklärungen zum Thema Asyl*:

Im Heft steht, wie man um Asyl bitten kann. Was man tun muss, um Asyl zu bekommen. Meistens muss man sehr lange auf eine Antwort warten.

Im Heft steht auch, wie es dann weitergeht: Wenn man im Land bleiben darf. Und wenn man nicht bleiben darf.

 

Wort-Erklärungen und Rechte für Flüchtlinge

 

Was mir gut gefällt: Es gibt Erklärungen für Wörter, die häufig in Gesprächen über Flüchtlinge vorkommen. Zum Beispiel „Balkan-Route“, „politische Verfolgung“, „Abschiebung“.

 

Außerdem bekommt man Informationen über drei wichtige Texte. Darin steht etwas über die Rechte von Flüchtlingen:

Diese Texte sind

die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“,

die „Genfer Flüchtlingskonvention“ und

das deutsche „Grundgesetz“.

 

Zu einer eigenen Meinung finden und gut zusammen leben

 

Eines möchte ich noch hervorheben:

Das Heft bietet nicht nur Informationen. Es macht auf Vorurteile* aufmerksam.

Das Heft lädt dazu ein, sich in Ruhe eine Meinung zu bilden:

Man soll nicht gleich glauben, was man irgendwo über Flüchtlinge liest. Man soll nicht nur einer Person zuhören.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich zu informieren. Die kann man nutzen. Man soll nachdenken und nachfragen. So kann man zu einer eigenen Meinung kommen.

 

Heft bestellen

 

Dieses Heft kann man kostenlos bestellen: [Link]

Man kann den Text auch im Internet lesen. Den Zugang (PDF-Datei) findet man ebenfalls über diesen Link.

 

Ich finde: Das Heft ist interessant für jeden, der über Flüchtlinge nachdenkt. Man kann das Heft auch gut im Unterricht einsetzen: für Schulklassen und für Deutschkurse.

 

 

*Erläuterungen zum Text:

Asyl bekommen:

Man darf in einem sicheren Land bleiben und bekommt dort Schutz.

Vorurteil:

Jemand hat eine Meinung zu einem Thema. Er hat aber vorher nicht wirklich nach Information gesucht. Darum kann falsch sein, was er denkt.

 

Noch ein Hinweis:

Man kann statt „Flüchtlinge“ auch „Geflüchtete“ sagen. Im Heft und auch in meinem Artikel steht das Wort Flüchtling.

Dazu noch ein Gedanke (Zitat aus „Flucht und Asyl“, S. 4):

Flüchtlinge sind auch Mütter oder Väter,

Köche oder Lehrerinnen.

Die Flucht ist nur ein Teil ihres Lebens.

Manche sagen deshalb:

Es ist besser, Geflüchtete zu sagen als Flüchtlinge.

Wir schreiben aber in diesem Heft Flüchtlinge,

weil mehr Menschen das Wort kennen.

 

Und zum Abschluss:

Ich habe ein Interview mit den Personen gemacht, die dieses Heft geschrieben haben. Sie haben auch andere Hefte über Politik in einfacher Sprache geschrieben: Hier geht es zum Interview.

 

 

[Beitrags-Bild von bykst (über pixabay)]