15.08.2018

 

Der Tag ist voll. Es gibt viel zu tun.

Ich sehne mich nach Ruhe.

Auch wenn ich Pausen mache: Sie sind begrenzt. Ich weiß: Gleich geht es weiter. Das und das und das muss ich noch machen.

Das ist anstrengend. An solchen Tagen fühle ich mich oft gestresst.

 

Was hilft mir?

Was macht es mir leichter?

 

Ich habe ein Zitat gelesen, das mir gut gefällt. Im Original ist es auf Englisch:

 

Being still does not mean don’t move. It means move in Peace.

E’yen A. Gardner

 

Auf Deutsch übersetzt heißt das:

 

Still zu sein bedeutet nicht: Bewege dich nicht.

Es bedeutet: Bewege dich mit Ruhe.

 

Das finde ich hilfreich.

Ich kann das, was ich tue, ruhig tun. Auch, wenn es viel ist.

Ich kann meine Bewegungen bewusst machen.

Ich kann meine Wege langsam zurücklegen. Ohne zu trödeln, aber auch ohne zu hetzen.

 

Ein Beispiel:

Ich fahre mit dem Auto weg und habe einiges zu erledigen.

Ich will alles in Ruhe tun.

 

Welche Tasche nehme ich mit? Ist alles in der Tasche, was ich brauche? Was brauche ich noch?

Ich suche die Sachen zusammen. Gezielt, aber in Ruhe.

Ich nehme den Autoschlüssel und ziehe meine Schuhe an. Ich gehe aus dem Haus und steige ins Auto. Eins nach dem anderen, in Ruhe.

 

Genauso beim Autofahren: Die Ampel ist rot, die nächste auch? Dann warte ich eben.

Ich finde nicht gleich einen Parkplatz? Dann fahre ich eben noch eine Runde.

 

Das gelingt schwer, wenn ich einen Termin habe und knapp oder schon zu spät dran bin. Dann ist es schwierig mit der Ruhe.

Aber wenn ich weiß: Ich habe einiges vor, aber es gibt keinen festen Termin. Ich muss dorthin, ich muss dies und das erledigen. Aber es spielt keine Rolle, wenn ich einige Minuten länger brauche.

Wenn ich ruhig bleibe und mich nicht stressen lasse: Dann lohnen sich die paar Minuten mehr auf jeden Fall.

 

Oder andere wollen etwas von mir:

Jemand bittet mich um etwas, jemand ruft mich.

Das Telefon läutet, es klingelt an der Tür.

 

Ich gebe Antwort, ich melde mich. Aber ich muss nicht sofort aufspringen, ich muss nicht laufen und alles ruck-zuck erledigen.

Ich bin da, ich reagiere. Ich bleibe ruhig dabei.

 

Und wenn es gerade nicht passt, wenn es zu viel ist:

Ich muss nicht jeden Wunsch von anderen erfüllen.

Ich kann das Telefon auch mal klingeln lassen.

 

Mich nicht unnötig selbst antreiben.

Die Dinge nacheinander ohne Eile machen.

 

Das tut mir gut.

So fühle ich mich weniger gestresst.

So bringe ich mehr Ruhe in meine Tage.