schreibende HandHier finden Sie erste Informationen zur Einfachen Sprache.

 

Was ist Einfache Sprache?

Das ist eine einfache Form von der deutschen Sprache.

 

Man sieht gleich: Eine Seite in Einfacher Sprache sieht ein wenig anders aus.

Die Buchstaben und die Zeilen-Abstände sind groß.

Es gibt viele Absätze.

 

Die Sätze sind eher kurz.

Man verwendet viele Hauptsätze. Manchmal verwendet man auch Nebensätze. Normalerweise haben die Sätze höchstens ein Komma.

 

Zusammengesetzte Wörter kann man mit Binde-Strich schreiben. Das kann das Lesen erleichtern.

Fachausdrücke und Fremdwörter lässt man weg, so gut es geht. Oder man erklärt sie.

 

Man achtet beim Schreiben auf die Hauptwörter (Nomen) und Zeitwörter (Verben). Von diesen Wörtern gibt es leichte und schwierige Formen. Die schwierigen und seltenen Formen verwendet man möglichst wenig.

[Eine kurze Zusatz-Info gibt es am Ende vom Text (nicht in Einfacher Sprache).]*

 

Manchmal sind auch Bilder in einfachen Texten zu finden. Wichtig ist, dass die Bilder zum Text passen. Sie sollen die Botschaft vom Text klar machen. Sie sollen den Leser nicht verwirren.

 

An den genannten Merkmalen kann man Einfache Sprache erkennen.

 

Einfache Sprache kann man als Leser und als Leserin gut verstehen.

Auch wenn man selten oder langsam liest.

Wenn man schwierige Wörter schlecht versteht. Wenn man lange Sätze nicht mag.

 

Für wen ist Einfache Sprache?

Sie ist für Menschen mit wenig Lese-Übung.

Für Menschen, die mit dem Lesen und Schreiben Mühe haben.

Auch für Personen mit einer Hörbehinderung oder mit einer Sehbehinderung sind einfache Texte oft angenehm.

 

Und für Personen, die sich nur kurz konzentrieren können.

Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, kann am Anfang einfache Texte besser lesen.

(Dazu habe ich einen Blog-Artikel verfasst: Wie Einfache Sprache beim Deutsch-Lernen hilft.)

Natürlich kann auch jeder andere solche Texte lesen. Wenn ihm die Einfache Sprache gefällt.

 

Einfache Sprache von A bis Z

Ich habe zu vielen Stichworten von A bis Z etwas aufgeschrieben. Im Zusammenhang mit der Einfachen Sprache.

Dieser Text hat 3 Teile. Man findet sie im Blog in der Kategorie Einfach schreiben. Der Titel ist ‚Einfache Sprache von A bis Z‘.

Oder einzeln: Teil 1 (vom Buchstaben A bis zum Buchstaben H), Teil 2 (von I bis P) und Teil 3 (von Q bis Z).

 

Das gibt es auch noch: „Leichte Sprache“ und „Leicht Lesen“

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist ähnlich, aber nicht das Gleiche wie die Einfache Sprache.

Sie verwendet noch leichtere Wörter und kürzere Sätze.

Und für die Leichte Sprache gibt es bestimmte Regeln. An die muss man sich halten.

 

Eine Regel ist: Man soll keine Verneinungen schreiben.

Beispiel:

So: „Ich kenne wenige Leute.“

Nicht so: „Ich kenne nicht viele Leute.“

 

Ich gehe von der Leichten Sprache aus. Denn viele Regeln finde ich sinnvoll.

Doch ich beachte nicht alle Regeln. Ich möchte Freiheit beim Schreiben haben.

Darum verwende ich nicht die Leichte Sprache.

Ich schreibe in der Einfachen Sprache.

[Meistens schreibe ich auf der Sprachstufe A2.]

 

Wenn Sie mehr über die Leichte Sprache wissen wollen:

Schauen Sie nach beim „Netzwerk Leichte Sprache“ unter

http://www.leichte-sprache.org/.

 

Zum Unterschied zwischen Einfacher Sprache und Leichter Sprache:

Einen kurzen Text von „Klar und Deutlich“ (Agentur für Einfache Sprache) finden Sie hier.

Einen längeren Artikel von der Bundes-Zentrale für politische Bildung gibt es hier (nicht in Einfacher Sprache).

 

Was ist Leicht Lesen?

Vor allem in Österreich verwendet man häufig den Ausdruck Leicht Lesen.

Auch damit ist leicht verständliches Deutsch gemeint.

 

Es gibt drei Stufen von Leicht Lesen:

A 1 ist ganz leichte Sprache.

A 2  ist ein wenig schwerer und

B 1 ist am schwersten (aber immer noch einfach).

 

Mehr über Leicht Lesen steht auf der Internet-Seite vom „capito Netzwerk“ (unter „Angebote“):

http://www.capito.eu (nicht in Einfacher Sprache)

 

 

*Kurze Zusatz-Info zum Abschnitt „Was ist Einfache Sprache?“:

Genitiv bei Nomen sowie Präteritum, Konjunktiv und Passiv bei Verben sind Beispiele für schwierigere Formen. Ich versuche, diese Formen in meinen Texten sparsam zu verwenden. Ausnahmen beim Präteritum sind Hilfsverben und Modalverben, weil diese im Präteritum gebräuchlicher sind als im Perfekt.

 

 

[Bild ganz oben von Green Chameleon (über unsplash)]