03.09.2019

 

Morgen fahre ich für 10 Tage weg.

Heute habe ich den ganzen Tag Vorbereitungen für die Reise gemacht:
Kleidung gebügelt, Koffer gepackt.
Wohnung aufgeräumt, Blumen gegossen.
Getränke und Essen für die Reise vorbereitet, Kleider für morgen bereitgelegt.

Ich möchte noch einen Zettel für die Nachbarin schreiben. Sie kümmert sich um meine Wohnung, während ich weg bin.
Ich möchte heute Abend noch duschen und meine Haare waschen.

Denn morgen muss ich früh aus dem Haus gehen.

 

Oft bin ich vor einer Reise erst am späten Abend mit allen Vorbereitungen fertig.
Heute bin ich früher fertig. Es ist sieben Uhr abends. Darüber bin ich froh.

Vor einer Reise mache ich immer viel. Den ganzen Tag habe ich mich beeilt, um alles rechtzeitig zu erledigen.

Vor einer Reise bin ich immer auch etwas aufgeregt.

Doch weil ich heute Abend früh fertig bin, muss ich ab jetzt nicht mehr schnell sein.
Ich kann jetzt langsam werden.
Ich kann zur Ruhe kommen, bevor ich schlafen gehe.

Ich überlege: Habe ich alles eingepackt, was ich brauche?
Habe ich nichts Wichtiges vergessen?
Ich schaue noch einmal nach: Fahrkarte, Ausweis, Geld, Handy, Brille und Medikamente – ja, alles ist da.

Nun mache ich noch einen Rundgang durch alle Zimmer.
Am Fenster bleibe ich stehen und sehe draußen das vertraute Bild: Die Straße, die Bäume, die Häuser.

 

Einen Moment lang denke ich: ‚Es ist schön hier zu Hause. Ich würde gern hierbleiben.‘
Der Moment ist aber gleich vorbei.

Auch wenn ich etwas angespannt bin: Ich freue mich aufs Wegfahren. Ich freue mich auf die Abwechslung, auf die Erholung, auf die Landschaft, auf die Menschen.

Und in 10 Tagen freue ich mich dann wieder auf zu Hause.