10.02.2016

 

In den christlichen Kirchen beginnt nach der Faschingszeit eine Fastenzeit. Sie dauert bis Ostern. 40 Tage oder sieben Wochen lang.

 

In dieser Zeit wollen Christen aufmerksam für Gott sein. Sie wollen sich Zeit für Gott nehmen.

 

Die Fastenzeit kann für alle gut sein. Nicht nur für Christen.

 

Früher war Fasten meistens so gemeint: Nichts oder weniger oder anders essen. Zum Beispiel das Fleisch weglassen.

 

Heute sieht man es oft so: Fasten heißt „weniger“ von etwas.

Das kann Essen sein, aber auch anderes: Weniger Auto fahren, weniger fernsehen, weniger kaufen. Weniger schlecht über andere denken und reden.

 

Es geht häufig um ein einfacheres Leben. Darüber nachdenken, was ich wirklich brauche und was nicht. Was genug ist und was zu viel.

 

Ich kann aber auch so fragen: Von was wünsche ich mir „mehr“?

Wo will ich etwas neu beginnen?

 

Viele Antworten sind möglich:

Ich will mehr Sport machen.

Ich möchte mehr beten.

Ich werde mir Zeit für meine Familie nehmen. Oder für Menschen, die Hilfe brauchen.

Ich möchte öfter „danke“ sagen.

Ich will etwas für die Umwelt machen: Zum Beispiel Verpackungen aus Plastik vermeiden. Oder im Wald Müll einsammeln.

 

Ich finde die Fastenzeit spannend:

Nicht einfach weitermachen wie immer.

 

Nachdenken.

Loslassen.

Anfangen.

 

Einfacher,

leichter,

bewusster,

freudiger

leben.

 

[Beitrags-Bild von Dawn Armfield (über unsplash)]