07.10.2016

 

Ich mag Stille sehr.

Nicht immer ist genug Stille in meinem Leben.

 

In letzter Zeit hat es wenig Stille gegeben.

Es war sehr viel los: Viele Termine, viel Arbeit, viele Aufgaben, viele Menschen.

 

Wenn das so ist, merke ich irgendwann:

Ich habe mich genug beeilt. Ich habe genug gemacht. Habe genug gehört und genug gesprochen.

Jetzt brauche ich wieder weniger von all dem.

Jetzt brauche ich Stille.

 

Das geht mir in jeder Jahreszeit so. Aber im Herbst und im Winter ist Stille auch in der Natur spürbar.

 

Noch jemand hat das so erlebt:

 

Im Herbst steht in den Gärten die Stille,

für die wir keine Zeit haben.

 

Victor Auburtin (1870-1928), Journalist und Schriftsteller

 

 

Ja, ich hatte in den letzten Wochen auch wenig Zeit für die Stille.

Doch nun will ich mir wieder mehr Zeit für sie nehmen.

 

 

Zwei Frauen haben die Wohltat von stillen Momenten so ausgedrückt:

 

Die guten Dinge sind leise.

 

Else Pannek (1932-2010), Dichterin

 

 

Wollen wir unser Herz hören, umgeben wir uns mit Stille.

 

Angelika Emmert (geb. 1968), Standesbeamtin

 

 

Die Stille hält Geschenke für uns bereit. Davon erzählt dieses kleine Gedicht:

 

Die drei magischen Zustände

 

Stille:

Unsere Seele erblüht in der Stille.

 

Dankbarkeit:

In der Stille erfahren wir

eine tiefe Dankbarkeit.

 

Innerer Frieden:

Durch die Dankbarkeit erfahren wir

einen tiefen inneren Frieden.

 

Stille heilt.

 

Afschin Kamrani (geb. 1968), Webseiten-Gestalter

 

 

Ganz wunderbare Worte über die Stille findet auch Anselm Grün. Aus einem etwas längeren Abschnitt zitiere ich einen Teil:

 

Es ist der stille Raum in mir, in dem ich ganz ich selbst bin.

Und es ist der Raum des Schweigens, in dem Gott selbst in mir wohnt.

Dort bin ich wahrhaft frei. Dort hat keiner Macht über mich. Dort kann mich niemand verletzen. Dort bin ich heil und ganz.

…….

Dort kann ich frei atmen. Dort bin ich allein mit meinem Gott.
Das gibt meinem Leben Würde.

 

Anselm Grün (geb. 1945), Mönch und Autor

 

 

 

In der Stille habe ich Raum für meine Gedanken und Gefühle.

In der Stille höre ich die Stimme von meinem Herzen.

In der Stille spüre ich meinen Körper.

Stille schenkt mir Langsamkeit und Ruhe.

 

In der Stille komme ich mir selbst nahe.

In der Stille komme ich Gott nahe.

Stille führt mich zum Wesentlichen.

 

Stille ist heilsam.

Stille ist kostbar für mich.

Darum will ich Zeit einplanen für die Stille.

Darum will ich der Stille Raum geben in meinem Leben.

 

 

 

Findest du Kraft in der Stille? Oder macht Stille dir Angst?

Welche Gedanken hast du über Stille?  Magst du davon erzählen?

 

 

 

[Die ersten 4 Zitate habe ich hier gefunden:

https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Stille

Das letzte Zitat steht hier:

https://zeitzubeten.org/2012/09/22/meditation-stille-engel-gebet/